Viele, wenige, keine Blogleser?


Ein Blogfreund brachte mich durch seine Frage  auf die Idee, über dieses Thema nachzudenken.
So nehme ich diese Überlegung zum Anlass, nicht das Topic von postaday zu wählen (dieses fungiert ja nur als Hilfestellung/Impuls), sondern einen Beitrag zum obigen Thema zu schreiben.

Ist es mir wichtig, dass viele meine Beiträge lesen?
Wenn ich ehrlich bin, ich weiß nicht die Antwort.

Vielleicht muss ich die Frage anders stellen.
Das Pferd von hinten aufzäumen.

Warum blogge ich hier oder in meinem andern Blog?
In meinem Umfeld gibt es kaum Menschen, die bloggen.
Ich kenne niemanden.
Selbst meine “Schriftsteller”kollegen/Innen bloggen nicht.
Das bedeutet, dass viel Geschriebenes für die Schublade bleibt oder nur bei Lesungen ab und zu an wenige Menschen gebracht wird.

Aber hin und wieder begegne ich Menschen, die gerne auf dem Laufenden bleiben, von dem, was ich schreibe. Sie lesen es und freuen sich.
Deswegen habe ich irgendwann angefangen zu bloggen.
Es sind nicht viele in meinem privaten Umkreis,
aber das stört mich nicht.

Warum?

Ich bin der Meinung, dass jedem Menschen das “zufällt”, was er gerade für sein Leben braucht. Eigene Lebenserfahrung. Und wenn Du meinst, es geht nichts mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. In Form eines Mitmenschen, eines Gedanken oder eines Textes, den ich lese. Einer Musik, eines Duftes. Wie auch immer.
Und so bin ich überzeugt davon, dass auch meine Gedanken zu dem kommen, der sie gerade braucht. Oder seine Freude daran hat. Oder sich durch den Gedanken bereichert fühlt.

Ganz davon abgesehen,
und das ist ein anderes Thema,
bloggen betrachte ich als Schreibübung.
Jeder Blog, den ich schreibe,
verbessert meine Schreibtechnik.

Ein Blog ist also auch etwas Eigennütziges.

Aber nicht nur!

Denn ich freue mich,
wenn ich andere inspirieren kann,
oder,
wenn andere einen Lichtblick durch meine Schreibe erfahren.

In dem Sinne grüßt,

flickerl

 

 

 

… nur die Rosen, die blühn immer noch für mich und Dich …


Herbstrosen im Garten

garten-flicken


das gartenjahr
neigt sich
dem ende zu
die rosen blühen ein letzes mal auf
entfalten ihre pracht
die luft ist klar und kühl
rasenmäher und sonstige gartengeräte
schweigen öfter

endlich
kann ich auf meiner gartenbank sitzen
den milden sonnenstrahlen entgegen blicken
die stille genießen

der sommer war laut
zu laut
ich mag das nicht
vielleicht werde ich alt
oder weise?

ich wünsche euch einen leisen tag
und stille im herzen
flickerl

Postaday 2011: Erstelle eine Liste von 5 Dingen, die Du fürchtest zu schreiben …


Hui, das ist ein herausforderndes Thema … aber ich muss das doch etwas spezifizieren (wow, gibt es das Wort überhaupt?), also auftrennen in mehrere  Bereiche:

Erstens, ich fürchte mich grundsätzlich nicht davor, etwas zu schreiben, bzw. aufzuschreiben …

Allerdings öffentlich bloggen oder privat in mein Tagebuch etwas schreiben ist zweierlei.

Witzig finde ich an dieser Frage: Wer diese beantwortet, verrät bereits etwas von dem, was er eigentlich nicht schreiben will und ein sehr gewiefter Leser könnte zwischen den Zeilen einiges herauslesen. Wer sich z.B. davor fürchtet, über seine Figurprobleme zu schreiben, der hat vermutlich welche! Natürlich könnte es auch anders sein … aber aber …

Also, ihr wartet bestimmt sehnsüchtig auf diese Liste :)

Pech gehabt!
Denn ich fürchte mich nicht davor, etwas zu schreiben, wie schon gesagt. Allerdings habe ich als freier Mensch beschlossen, nicht alles zu veröffentlichen, was ich schreibe. Das hat nichts mit Furcht zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Ein Blog ersetzt doch nicht etwa das Tratschmaulviertelstündchen nach dem Gottesdienst vor dem Kirchenportal, oder? Nein, da habe ich noch nie mitgemacht.
In den Genuss meiner Privatsphäre kommen nur ausgewählte Freunde und Freundinnen. Die finde ich auch hin und wieder im Netz, und die, die es sind, bemerken das auch.

Fazit: Ich fürchte mich nicht davor, etwas zu schreiben, aber mein gesunder Menschenverstand leitet mich an, gewisse private Dinge nicht wahllos zu veröffentlichen!

Bis morgen, mal sehen, welches Topic da vorgegeben wird!

flickerl

 

Postaday 2011: Do we live life forwards, but examine it backwards?


Interessante Frage!

Ja, das tun wir öfter.
Und bleiben entweder in der Vergangenheit hängen
oder leben nur im Morgen,
vergessen das Heute.
Aber Kierkegaard meinte damit auch,
man solle aus der Vergangenheit lernen,
und das Gelernte in der Zukunft anwenden.
Soweit, so gut.

Aber!
Wie so oft ist alles relativ,
es gibt Situationen,
da kann ich einfach nichts
anwenden, von dem,
was ich einmal gelernt habe.

Und!
Jede Situation ist neu,
anders gestrickt,
hat andere Voraussetzungen.

Zudem!
Ich bin jedes Mal ein anderer,
Gottseidank!
Ich darf
jedes Mal
neu
und
kreativ
(re)agieren.
Das finde ich eine tolle Sache!

Also!
Ich lerne
HEUTE
aus dem, was ich erlebe.
Das Päckchen ist also geschnürt.
Und
MORGEN
handle ich
als der,
der ich dann BIN.

Da brauche ich nicht zurückzuschauen,
mich zu erinnern,
denn das Gelernte ist da,
in mir drin,
bereit,
genutzt zu werden.

ZUKUNFT,
ich weiß nicht,
was das Morgen mir bringen wird,
was nützt alles Planen?
Ich weiß nur eins:
GERADE HEUTE WILL ICH LEBEN UND MICH WEITERENTWICKELN.

Das wünsche ich ebenfalls allen, die dieses hier lesen!
Denn, wer so lebt hat auch das nötige Werkzeug, um seine Zukunft lebenswert zu gestalten!

flickerl

postaday: What’s more important: internet or electricity?


als frau
und seit gefühlter ewigkeit
auch hausfrau

stimme ich eindeutig für “electricity”
damit meine ich nicht nur das knistern in beziehungen

“electricity” = freiheit der frau

hätte die menschheit nicht gelernt elektrizität bzw. strom
zu produzieren
in die häuser hineinzubringen
in batterien oder akkus anzuhäufen
und vieles mehr

müsste ich nach wie vor
von hand
den putzlappen schwingen
mit dem besen durchs haus tanzen
an einen vollteppich wäre nicht zu denken

ich müsste
frühmorgens aufstehen
das holz im herd anzünden
den wasserkessel darunter hängen
die familie müsste wieder samstags baden
in einem zuber

im winter
könnte ich mir die hände im bach
blau anfrieren lassen
bei der wäsche der kleidung

nein danke!

elektrizität
die möchte ich nicht missen
sie hat das frauenleben erst lebbar gemacht
uns aus der sklaverei befreit
ja, so weit gehe ich

internet?

ich habe bis vor einigen jahren
ganz gut ohne internet gelebt
und lebe jetzt auch noch gut mit internet
aber
ob es meine lebensqualität verbessert hat?

da ich noch zu der generation gehöre
die nicht mit computern und internet aufgewachsen ist
bereiten mir die folgen dieser erfindung auch probleme
zum beispiel
gibt es kaum arbeitsstellen für mich
wo internet- und computerwissen nicht gefragt sind
fernstudien laufen über internet
normseiten sind erforderlich
sogar in abendkursen wird gedrucktes verlangt
die zeit, die das internet mir schenkt,
verliere ich flugs wegen des internets und des computers
außerdem musste ich meine kinder stets vor den gefahren bewahren
nicht immer einfach

das internet kann mich zwar geistig bereichern
auch manch ein austausch mit einem(r) “freund(in)” hat mich weiter gebracht
aber das wahre leben
ist doch draußen

und da
achte ich darauf
dass internet und computer
mir nicht die kostbare zeit rauben
die ich durch die “elektrizität” für meine mitmenschen gewonnen habe

flickerl

herausforderung-flicken


eine neue herausforderung

postaday
englisch lesen
begreifen
ausführen

widget herstellen
für mich eine herausforderung
langsam lesen
wort für wort
nicht immer alles gleich verstehen
neue erfahrung
aber gut
wieder was dazugelernt
computerwelt ist
kompliziert
so kompliziert
komplex
spiegelbild des heutigen zeitgeschehens?

ab heute
smile
postaday

da will ich mitmachen
ausprobieren
nicht um jeden preis
mein wochenende bleibt
computerfrei
die freiheit nehme ich mir

denn
das wirkliche leben läuft woanders ab
das ist nun mal so
virtuelle welten sind und bleiben
virtuell
ich liebe das wirkliche, fühlbare leben
und will mit all meinen sinnen
wirklich und fühlbar leben

ich will freiheit schmecken
mit all meinen sinnen

Nehmt Euch heute die Freiheit, das Leben mit allen Sinnen zu fühlen, zu schnuppern und zu schmecken, zu hören und zu sehen!

flickerl

 

licht-flicken


licht
überlebenswichtig
heute ist der garten in goldenes licht getaucht
wie nur der herbst es vermag
licht
im haus besonders im winter not-wendig
das lampengeschäft boomt
wie gut
dass wir im winter gemütliches licht genießen dürfen
wenn politiker und bürger es gemeinsam schaffen
umweltfreundlichen strom herzustellen
sind wir auf unserem planeten einen riesenschritt weiter
hin zu einem verantwortungsvollen lebensstil

ich wünsche euch
ein lichtvolles wochenende

licht der sonne
herzenslicht

flickerl

 

langeweile-aktivismus-flicken


eigenartig
ich habe in meinem leben noch nie langeweile gehabt
ich bin wohl ein unverbesserlicher aktivist
oder nein
das stimmt so nicht
entspannung sehe ich als aktivität an
als wichtige aktivität
ohne sie droht das burnout
das kann dir doch nicht passieren
meinte kürzlich jemand zu mir
hast du eine ahnung
sagte ich
wenn man einmal just davor gestanden hat
oder war ich vielleicht doch mittendrin
keine ahnung
jedenfalls
seither
seit ich mir dessen überhaupt bewusst war
dass ich kurz davor stand
habe ich der hektischen welt den rücken zugekehrt
und tue das
was ich tun will
und das ist
du meine güte
eine ganze menge
ein strom von aktivitäten
ich müsste einen arbeitgeber finden
der genau dieses grenzenlose potenzial entdeckt
der mir ein projekt in die hand drückt
und sagt,
mach mal
einmal hatte ich so einen arbeitgeber
lange ist es her
der vertraute mir
voll und ganz
war da
wenn ich doch mal einen rat oder bestätigung brauchte
mann
da habe ich noch was auf die beine gestellt
ich bin heute noch geplättet vom resultat
ich wundere mich nur
wie viele arbeitgeber heutzutage
leute einstellen
denen sie offensichtlich nichts zutrauen
sonst müssten sie doch nicht mit argusaugen
alles tyrannisch, besserwisserisch, rechthaberisch und feige
überwachen
und so jede eigeninitiative im keim ersticken
oder?

ich wünsche euch heute einen guten ausgleich zu euren aktivitäten,

flickerl

 

islandflicken


island tingstätte

island
das hat mich begeistert
das land der trolle

knubblig
polternde wesen
eigenartig
einzigartig

sie haben mir ein gefühl von freiheit gegeben
ich darf sein so wie ich bin
muss mich nicht verbiegen
darf auch mal kauzig sein
und knorrig und brummig

und dann wieder lärmend lachen
johlen
umarmen
mich des lebens freuen
andere in diesen strudel der lebensfreude hineinreißen

und manchmal
auch still und nachdenklich
weise gedanken hegen
die schweren regenwolken über mein haupt
lasse ich los
lasse sie fliegen

ich wünsche euch einen herrlich witzigen skurrilen nachdenklichen trolltag

flickerl